Ausblick 07

POSITIONSPAPIER DER 6TE SINN 07

 

… dient der Etablierung einiger zentraler, längerfristig gültiger Merkmale und Kriterien, die das Projekt DER 6TE SINN intern im Wesentlichen definieren, damit inhaltlich konturieren und in der Folge nach außen unverwechselbar machen sollen.

Prämisse:
DER 6TE SINN ist ein soziokulturelles Projekt, das heißt, es bezieht prinzipiell die kulturellen und sozialen Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten aller Bewohnerinnen und Bewohner des 6ten Wiener Gemeindebezirks aktiv ein. „Kultur für alle“ wird so zu „Kultur mit Allen!“.

Generelle Merkmale
Die wesentlichen Kennzeichen des Projekts DER 6TE SINN sind:

1. Vernetzung
der kreativen Potentiale in Mariahilf durch konkrete Kooperationen in verschiedenartigen Projektformen. Eingeladen dazu sind Menschen aller sozialen und kulturellen Milieus.

2. Öffentlichkeitsbezug
Das Projekt ist offen, das heißt in allen seinen Phasen und Teilen kommunikativ auf die Öffentlichkeit bezogen – menschlich und räumlich. Es wird dadurch für alle Bürger und Bürgerinnen von Mariahilf unmittelbar gemeinschaftlich erlebbar und wirkt dadurch integrativ.

3. Partizipation
a) im Projekt: demokratisches Zusammenwirken der ProjektteilnehmerInnen bei der Projektentwicklung und Projektpräsentation;
b) zum Projekt: Schaffen von konkreten Mitwirkungsmöglichkeiten für alle am Projekt interessierten und für die Mitwirkung im Projekt zu aktivierenden BewohnerInnen von Mariahilf.

4. Diskursivität
Die Praxis der Projektentwicklung, der Projektgestaltung und der Projektpräsentation soll begleitet und durchdrungen werden von Reflexion. Dabei sollen sowohl bereits erprobte Modelle als auch speziell für das Projekt DER 6TE SINN neu zu entwickelnde Methoden des kommunalen Diskurses zur Anwendung kommen.

 

Generelle Ziele
DER 6TE SINN soll bewirken

  • durch die Vernetzung vorhandener kreativer Potentiale in partnerschaftlich organisierten Projektformen einen aktivierenden Synergieeffekt in der Innen- und Außenwirkung des Projekts und darüber hinaus (z. B. in Bezug auf sozial integrative und wirtschaftliche Effekte);
  • durch den konkreten Bezug der Mitwirkenden auf die Öffentlichkeit die Steigerung des Bekanntheitsgrades des Projekts und seiner Bedeutung für den 6ten Bezirk (Imagebildung);
  • durch die gelebte Partizipation (z. B. Zulosung von Projektpartnerschaften) eine positive Auswirkung auf die Integration heterogener Bevölkerungskreise;
  • durch den Diskurs über bewährte und über innovative Formen soziokultureller kommunaler Praxis die reflexive Durchdringung und damit auch theoretische Absicherung des Projekts.

 

Mittel, um diese Ziele zu erreichen

  • Ausweiten des Teilnehmerkreises durch stetige und zunehmende Informations- und animierende Kommunikationspolitik; dabei sollen nicht nur professionelle Unternehmungen behilflich sein sondern auch die Überzeugungsfähigkeiten der Bezirksbevölkerung berücksichtigt werden („Mundpropaganda“).
  • Die Optimierung des Zulosungsmodus, der zu den Projektpartnerschaften führt.
  • Die Adaptierung des Auswahlverfahrens, das zur finanziellen Förderung der einzelnen Projekte führt (public voting?!).
  • Die Kommunikation und Kooperation von professionellen mit laienhaften Kräften bei der Überprüfung des Projektverlaufs zwecks Effektivierung der Ergebnisse.
  • Akquirierung zusätzlicher Geldmittel von öffentlichen Stellen (z. B. durch den Fonds zur Förderung von Kunst im öffentlichen Raum, das Referat für Bezirkskultur – MA 7,  die Abteilung für Stadtentwicklung – MA 18) und privaten Organisationen (z. B. der Verein Wiener Einkaufsstraßen und privatwirtschaftliche Sponsoren).
 
 
 
 
 
–DER 6TE SINN wird von den TeilnehmerInnen entwickelt – von SODAart koordiniert – vom 6ten Bezirk finanziert. GesamtProjektKoordination: SODAart